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(Wieder)entdeckt

Wie man eine Volkswirtschaft ruinieren kann
Die wirtschaftspolitischen Irrtümer unserer Tage

Autor: Jürgen Eick

Taschenbuch, 150 Seiten
erschienen: 2002 (Erstauflage: 1974)
Societäts Verlag
ISBN: 3-7973-0823-X
Preis: 12,80 €

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Inhalt:
Der Autor analysiert pointiert, ironisch und polemisierend zwölf wirtschaftspolitische „Irrtümer“ und legt eine Streitschrift für einen verantwortungsvolleren Umgang mit der Volkswirtschaft vor. Die Rolle der Gewerkschaften, fusionierende Großunternehmen oder von Politikern als selbstverständlich hingenommene Inflation sind nur einige der Themen, die Jürgen Eick in seinem Band anspricht. Er eröffnet damit das Schreckensbild einer Gesellschaft, die aus volkswirtschaftlichem Unwissen und aus Bequemlichkeit ihre eigene Zukunft opfert – eine Zukunft, in der wir gerade leben. Hatte Jürgen Eick mit seiner Prognose recht? Die Diskussionen um die jüngsten Tarifabschlüsse oder um die mögliche Fusion von Eon und Ruhrgas zeigen, dass das Buch nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. Zudem ist es ein Stück unterhaltsamer Zeitgeschichte, das für jeden etwas bietet, der sich für die jüngste Wirtschaftsgeschichte der Bundesrepublik interessiert.
Mit einem Vorwort von Stephan Hörmann
.

(© 2002 Societäts Verlag)


Fazit:
Wie man eine Volkswirtschaft ruinieren kann ist vor 30 Jahren erstmals erschienen. Es entstammt der Feder des Dr. Jürgen Eick. Jürgen Eick war Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Leiter des Wirtschaftsteils.

Seine Vorhersagen sind in stupender Weise in Erfüllung gegangen.
Seit über 30 Jahren tun die meisten unserer wirtschaftspolitisch dilettantischen Politdarsteller alles, um das Unternehmen Deutschland an die Wand zu fahren. Erinnert sich noch jemand an den Wahlslogan der 70-er Jahre, der "Modell Deutschland" hieß? Wofür - außer Verkrustung, Bonzentum, Ignoranz, Geschwafel, sinnzerfetzende Rechtschreibreform, schwachsinnige Mülltrennung und Dosenpfand - könnte heute die ehemalige Kulturnation Deutschland Modell sein? Vielleicht für Bildungspolitik, deren Güte oder Mangel sich mit Sicherheit – zeitlich verzögert - bemerkbar macht? Nebenbei bemerkt: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam die Mehrzahl der Nobelpreisträger aus Deutschland.

Jürgen Eick entstammte der Aufbaugeneration. Das ist zu merken. Unzeitgemäße Worte finden Sie hier. Der Autor dachte sich dies Büchlein als Anleitung dafür, wie man einen Staat ruiniert. Natürlich hoffte er, aufklärerisch zu wirken, wollte gerade die von ihm beschriebenen Strategeme verhindern.

Zum Neugierigmachen, Jürgen Eick auf den Seiten 23 und 24:
"Erfolgsbücher gibt es in Hülle und Fülle. Wie man Freunde gewinnt, wie man bilanzsicher wird, wie man die Kunst der freien Rede erlernt, wie man erfolgreich kocht, wirbt, angelt – das kann man getrost schwarz auf weiß nach Hause tragen. Bücher über den Mißerfolg sind dagegen selten; sie wären gleichwohl dringend notwendig, denn aus Mißerfolgen (möglichst anderer, schlimmstenfalls der eigenen) kann man mehr lernen als aus den Geschichten von Glück und Triumph.
[...]
Es kommt meist nicht so sehr darauf an, für jedes Problem die absolut beste Lösung zu finden; viel ist schon erreicht, wenn das Schlimmste vermieden wird. Kardinalfehler rechnet uns das Schicksal höher an als Kardinaltugenden. In der wirtschaftlichen Praxis heißt es in der Tat: Wenigstens die gröbsten Fehler zu vermeiden, ist bereits der halbe Weg zum Erfolg.
[...]
Ebenso ist in der Wirtschaftspolitik bereits viel gewonnen, wenn man das meiste von dem verhindert, was ahnungslose Narren vorschlagen oder betreiben. [...] Aber ein eigentliches Manual wirtschafts-, währungs- und finanzpolitischer Kardinaluntugenden, eine Darstellung der Wege, die mit Sicherheit ins Unglück führen, fehlt."

Wenn Sie sich ein Bild machen wollen, in welche Richtung Deutschland gedriftet ist seit über 30 Jahren, so greifen sie zu diesem Buch.

(© 2004 Holger Roehlig für all-around-new-books.de)

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