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Inhalt:
Valentina
hat Sehnsucht. Sehnsucht nach dem Meer. Nur blöd, dass ihre
Eltern das überhaupt nicht nachvollziehen können. Zu laut,
zu voll, zu rummelig ist es ihnen da. Allen Argumenten zum
Trotz: Valentina will ans Meer. Und ihre Sehnsucht lässt den
Wasserpegel in der elterlichen Wohnung schließlich merklich
steigen. Die Sonne blendet, Möwengeschrei umgibt den Küchentisch,
fast hört man das Sandknirschen zwischen den Zähnen …
Valentina holt das Meer nach Hause, bis ihre Eltern versprechen,
dass es in den Sommerferien ganz bestimmt dorthin geht.
Fazit:
Vitali
Konstantinov arbeitet mit klaren Farbflächen, Claudia Gürtler
findet passende Worte, die die Situation zwischen Valentina
und ihren Eltern auf den Punkt bringen. In den plakativ gesetzten
Szenen werden Valentinas Sehnsucht und die verheerenden Auswirkungen
deutlich. Auch die Ansichten der Eltern kommen in den Bildern
von Konstantinov prominent zur Sprache: "Am Meer sind mehr
Leute als auf der Autobahn" - in Reih und Glied wird hier
geschwommen und am Strand gelümmelt. Verkehrszeichen regeln
die Vorfahrt und die Liegeplätze gleichen Autoparkplätzen.
Einfallsreich und mit einer gewissen Portion Ironie und Humor
nehmen Gürtler und Konstantinov so sowohl das Strandgetümmel
auf die (Sandburgen-)Schippe, nehmen aber zugleich Valentinas
große Sehnsucht ernst und finden Entsprechungen in Bild und
Wort. Ein schöner Titel zur Ferienzeit - und für die Sehnsucht
dazwischen!
(©
2001 Katja Theiß)
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