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Inhalt:
Peter
will Detektiv werden. Eines Tages geht er in ein Kunstmuseum,
weil er glaubt, dass das genau der richtige Ort ist, um etwas
aufzuspüren. Und tatsächlich, die Bilder dort enthalten
Geheimnisse, die darauf warten, entschlüsselt zu werden.
Peter hat Glück: Aus einem der Bilder tritt ein richtiger
Engel und gibt ihm entscheidende Tipps ...
Mit
diesem ungewöhnlichen Bilderbuch lernen Kinder die Sprache
der Bilder, die Symbole und ihre Bedeutungen in Bildern von
Botticelli, Rembrandt, Van Gogh, Picasso, Jackson Pollock
und anderen Malern kennen.
(©
2003 Gerstenberg Verlag)
Fazit:
Kunst
zu verstehen muss gelernt werden. Aus zahlreichen Untersuchungen
weiß man, daß Menschen, die bis zum 20. Lebensjahr
nie in einem Theater oder einer Galerie waren, nie Romane
oder Gedichte zu lesen gelernt haben, dies ihr ganzes Leben
lang nicht mehr tun werden. Warum? Gute Kunst hat ein Geheimnis.
Sie arbeitet verschlüsselt. Ein Künstler benutzt
Metaphern, Symbole, Gleichnisse, um bestimmte Stimmungen auszudrücken,
um Kritik an menschlichem Verhalten zu üben, um Utopien
zu entwickeln. Die Aufgabe des Betrachters, Lesers, Zuschauers
und Zuhörers ist es dann, diese Geheimnisse zu entdecken,
den Code zu knacken. Das ist spannend und macht Spaß.
Diese "Geheimsprache" der Theateraufführung,
des Gedichts oder der Bilder als Kind oder Jugendlicher zu
erlernen, kann sehr aufregend sein, denn die Kunstwerke beginnen
irgendwann zu einem zu sprechen. Sie können uns den Alltag
verschönern, Lebenshilfe geben, uns trösten und
vieles mehr.
Diese
Erfahrung macht eines Tages Peter, als er etwas gelangweilt
an einem großen Museum vorbeifährt, das er noch
nie zuvor gesehen hat und über dessen Tür Kunstmuseum
steht. Etwas unsicher betritt er das ehrwürdige Gebäude
und stellt fest, dass die Wände mit unzähligen,
farbigen, wunderschönen Bildern behängt sind. So
etwas hat er noch nie gesehen. Plötzlich, als er vor
dem Bild "Verkündigung" von Fra Angelico steht,
dem Bild mit dem goldenen Engel, glaubt er seinen Augen und
Ohren nicht mehr trauen zu können. Hat der Engel tatsächlich
zu ihm gesprochen? Peter antwortet ihm, und jetzt entsteht
ein richtiges Gespräch. Gabriel, so stellt er sich vor,
mag Peter und plötzlich schwebt er aus dem Gemälde
und bittet Peter, ihm zu folgen. Peter erhält eine Privatführung
durch das Museum. An den tollsten Bildern der Ausstellung
bleibt er stehen und stellt Fragen. Zunächst etwas zögerlich
beschreibt Peter, was er sieht. Und der Engel erklärt
ihm, was es bedeutet. So machen die beiden die Runde bei den
alten Meistern wie Rembrandt, Sandro Botticelli, Francisco
de Goya sowie Vincent van Gogh, Pablo Picasso und anderen.
Am Ende des anregenden Rundgangs kommt ein rotgesichtiger
Museumswärter in Uniform auf Peter zu und fragt ihn keuchend,
ob er den Engel gesehen habe. Aber Gabriel ist schon nicht
mehr da. "Der Engel war wieder da, wo er hingehörte,
und verkündete Maria die Botschaft". Und da behaupte
noch einer, dass Bilder uns nichts zu sagen haben.
"Peters
Engel und die Geheimsprache der Bilder" ist ein
tolles Bilderbuch, das Eltern, Erziehern und Lehrern hilft,
Kinder auf spielerische Art mit Bildender Kunst vertraut zu
machen. Man sieht die Bilder, und in knappen Dialogen zwischen
Peter und Gabriel wird darüber gesprochen, worum es auf
dem Bild geht. Das Buch hat nichts Pädagogisches, die
Bilder sind zum Glück nicht verfremdet, die Zeichnungen
drumherum von Lauren Child sehr witzig.
(©
2004 Hartmut Faustmann für all-around-new-books.de)
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