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Klappentext:
Hannah
geht durch die Hölle. Nicht nur wegen Clemens, ihrer
großen Liebe, die keine mehr ist. Hannah fehlt plötzlich
jede Verbindung zum Leben. "Was macht man ohne Verbindung?
Nichts. Warum macht überhaupt irgendjemand irgendwas?"
Hannah
schließt sich in ihrem Zimmer ein und spricht mit niemandem
mehr. Bis Margrett kommt, sich vor die verschlossene Tür
setzt und einfach zu erzählen beginnt: Von ihrem Leben
als Journalistin, von Reisen und Abenteuern, verrückten
Typen und absurden Situationen, verpassten Chancen und offenen
Wünschen. Irgendwann hört Hannah zu. Jetzt muss
sie nur noch den Mut aufbringen zu reden ...
(©
2004 Hanser Verlag)
Fazit:
Das
von Barbara Veit verfasste Drama Hannah liebt nicht mehr
handelt von einer jungen Frau, die plötzlich in ein Gefühlschaos
gerät. Dies hat zur Folge, dass sie sich vom Rest der
Welt abzuschotten versucht und in ihr Zimmer einschließt.
Die
17-jährige junge Frau Hannah Berens realisiert, dass
ihr Freund ihr noch nie gesagt hat, dass er sie liebt, und
immer benennt er sie nach irgendwelchen Personen aus Sagen
oder aus der Geschichte, womit sie nicht einverstanden ist.
Als sie dann noch erfährt, dass ihre beste Freundin Saskja
mit ihrem Freund zusammen war, ohne es ihr zu sagen, bricht
für sie eine Welt zusammen. Nach und nach hört sie
auf, die wichtigsten Menschen in ihrem Leben zu lieben: angefangen
bei den Eltern und sogar den Haushund. Sie schließt
sich in ihrem Zimmer ein, isst nichts mehr, schläft nicht
mehr und spricht nicht mehr. Ihre Eltern versuchen auf alle
erdenkliche Weise, mit ihrer Tochter Kontakt aufzunehmen,
was aber misslingt.
Nach einigen Tagen verlangt Hannah nach der besten Freundin
ihrer Mutter, Margrett. Diese setzt sich vor Hannahs Tür
und fängt einfach an, von ihren Liebesgeschichten, Schuldgefühlen
und Problemen zu reden. Mal erzählt sie von Zeiten, in
denen sie sich ähnlich verhalten hat wie Hannah, aber
auch davon, wie sie sie bewältigt hat. Zunächst
hört Hannah nur zu, doch dann fängt sie an zu antworten,
und so geht es Hannah langsam, aber sicher wieder besser.
Die Autorin hat einen nicht sehr flüssigen, doch trotzdem
gut lesbaren Schreibstil. Allerdings schien sie sich an einer
Stelle, die im Buch auf Seite 38, Zeile 24, vorzufinden ist,
nicht sicher zu sein, ob das dort erwähnte Treffen um
zehn Uhr, oder um halb zehn stattfinden solle. Denn dort meint
der junge Mann, sich mit Hannah um zehn Uhr zu treffen, diese
jedoch sagt auf Seite 39 in Zeile 4, es fände um halb
zehn statt. Schließlich begegnen sich beide um kurz
vor zehn am vereinbarten Ort.
Barbara
Veit hat es geschafft, sehr anschaulich und realistisch die
Gefühle einer verwirrten jungen Frau darzustellen, so
dass der Leser sich ohne viel Mühe in Hannah hineinversetzen
kann. Am interessantesten, wie auch am geschicktesten, hat
die Verfasserin die Lösung von Hannahs Problemen dargestellt.
Auch die Eltern, wurden so ausgewählt, wie sicherlich
viele Mütter und Väter in dieser Situation reagiert
hätten: ratlos, verzweifelt und wütend zugleich.
Wegen der vielen Ähnlichkeiten kann fast jeder ein Stück
von sich selbst in den Psychen der verschiedenen Personen
wiederfinden. Deshalb ist das Buch Hannah liebt nicht
mehr für Jugendliche genauso wie für Erwachsene
geeignet. Solch ein Buch ist gut für kältere Abende
und in ca. drei bis vier Stunden zu schaffen.
(©
2004 Caitlin Titz, 13 Jahre, für all-around-new-books.de)
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