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Inhalt:
Mit
11 Jahren zieht Julia nach dem Unfalltod ihrer Mutter von
München aus zu ihrem Vater. In der Kleinstadt im Süden Italiens
findet sich Julia in einer fremden Welt wieder. Ihre Freiheit
ist merklich eingeschränkt. Im Haus hat Oma das Sagen - ohne
Wenn und Aber. Auch ihr Vater kann da wenig machen. Julia
möchte sich mit den in ihren Augen "mittelalterlichen" Verhältnissen
nicht abfinden - sie streikt und bricht Normen.
Dass zum Beispiel das Geschenk von Alessio, die Kette mit
der Hälfte des Mondes, mehr bedeutet, als sie zunächst versteht,
kommt ihr zunächst zugute: Mit dieser Verlobung hat die inzwischen
16-Jährige urplötzlich größere Freiheiten. Zugleich ist damit
aber auch eine Geschäftsbeziehung zwischen den zwei Familien
besiegelt. Julias Situation eskaliert, als sie endgültig eigene
Entscheidungen trifft. In Italien kann sie nach dem, was vorgefallen
ist, nicht bleiben. Julia kehrt mit 17 nach Deutschland zurück.
Fazit:
Werner
Raith schreibt diesmal nicht über Mafiamachenschaften (z.B.
"Verräterkind", "Verdammter Dieb"), aber um Familienclans
und Strukturen geht es auch hier. Die Unterschiede im alltäglichen
Leben in den zwei Ländern Italien und Deutschland, die ja
nicht ganz so fern voneinander liegen, werden anhand von Julias
Situation gegenübergestellt.
Die Stärke von Raith liegt sicher nicht in seinen Figuren,
die manchmal nicht ganz so rund werden, wie man sie gerne
hätte. Vielmehr ist er ein Beobachter - als Journalist und
Auslands-korrespondent ist er seit Jahren in Italien tätig
-, der Einblicke in die italienische Kultur gewährt. Für Jugendliche
ist dies spannend aufbereitet. Emotionsgeladen und an einem
Einzelschicksal, kombiniert mit einer Liebesgeschichte, festgemacht.
(©
2001 Katja Theiß)
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