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Für die Ewigkeit

 
Die Brautleute

Autor: Alessandro Manzoni
Deutsch von Burkhart Kroeber

Taschenbuch, 914 Seiten
erschienen: Januar 2003
dtv
ISBN: 3-423-13038-5
Preis: 15,00 Euro
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Inhalt:
Jetzt zum ersten Mal im Taschenbuch: Der berühmteste Roman Italiens in der hochgelobten Neuübersetzung von Burkhart Kroeber unter dem originalgetreuen Titel Die Brautleute.

Mit der Fiktion einer wiederentdeckten Chronik spielt der große italienische Romancier Alessandro Manzoni in seinem berühmten Werk I promessi sposi von 1827, das in dieser Neuübersetzung nicht mehr unter dem vertrauten Titel Die Verlobten, sondern unter dem orginalgetreuen Die Brautleute erscheint.
Es geht um die Geschichte des jungen Brautpaars Renzo und Lucia, deren Hochzeit sich durch Intrigen, Gewalt und Schicksalsschläge schier unüberwindliche Hindernisse in den Weg stellen. Doch diese Liebesgeschichte ist eingebettet in ein großartiges Tableau: Unter Berufung auf historische Quellen aus dem 17. Jahrhundert lässt Manzoni, dieser unbestechliche Beobachter und glänzende Stilist, ein ganzes Zeitalter, seine Gesellschaft und seine politischen Ereignisse lebendig werden.

Manzonis Mailänder Geschichte zählt zu den wichtigsten Romanen der Weltliteratur, seine Bewunderer reichen von Goethe bis Umberto Eco und diese Neuübersetzung wurde mit Kritikerlob geradezu überhäuft.

Erzählt wird die Geschichte zweier einfacher Brautleute, die von einem ruchlosen Feudalherrn an der Heirat gehindert werden, weil er seine feudalherrlichen Blicke auf die Braut geworfen hat. Doch in der privaten Geschichte spiegeln sich die Zustände einer ganzen Epoche der italienischen Landesgeschichte: die spanische Fremdherrschaft im Herzogtum Mailand, dargestellt am Beispiel der Jahre 1628-30, während der Wirren des Dreißigjährigen Krieges, die das Land mit Hungersnot, marodierender Soldateska und einer verheerenden Pest überziehen.
All dies, die Nöte und Bedrängnisse, aber auch die Hilfen und Tröstungen seiner Personen schildert Manzoni in einem breiten, farbigen, dabei von bitterer Welterfahrung und trauriger Ironie durchtränkten Panorama. Erzählend seziert er die Klassen- und Ständegesellschaft des italienischen 17. Jahrhunderts, so dass seine Leser darin unversehens die Grundzüge und Probleme des Italien ihrer Zeit wiedererkennen (und sogar wir noch viele des heutigen). Erschienen 1827, war der Roman sofort ein großer Erfolg und wurde in alle Weltsprachen übersetzt. Die deutsche Erstübersetzung hatte noch Goethe persönlich gefördert, der erste deutsche Leser des Promessi Sposi, für den Manzonis Roman "alles überflügelt, was wir in dieser Art kennen".

(© 2003 dtv Verlag)


Buchbesprechung - Rezension:
Der 78-jährige Goethe brauchte für die Lektüre dieses Buches etwa eine Woche. "Der Eindruck beim Lesen ist derart, daß man immer von der Rührung in die Bewunderung fällt, und von der Bewunderung wieder in die Rührung, so daß man aus einer von diesen beiden großen Wirkungen gar nicht herauskommt. Ich dächte, höher könnte man es nicht treiben ... Manzoni hilft uns zu guten Gedanken", zitiert Eckermann im Juli 1827 den Geheimen Rat.

Die Qualität des Buches macht die Vermischung der Beschreibung spannender Familienerlebnisse und Historie aus. Neu bei Manzoni ist, dass in einem historischen Roman die Ritter, Fürsten, Bischöfe nicht die Protagonisten darstellen. Sie kommen vor, aber die Hauptfiguren sind einfache Menschen des Volkes. Die Verflechtung von Einzelschicksalen mit der historischen, feudalen Gesamtsituation in Zeiten von Besatzung, Plünderei, Hunger und Pest machen den Reiz des Werkes aus, fesseln und rühren uns noch heute wie Goethe vor fast 200 Jahren. Beeindruckend ist, dass man mehrere hundert Seiten über das Schicksal der beiden Brautleute liest und gar nicht bemerkt, dass man ein historisches Buch in Händen hält, in dem atmosphärisch dicht, aufregend und äußerst spannend die Lebenssituation der kleinen Leute in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Norditalien geschildert wird.

Die deutsche Übersetzung von Burkhart Kroeber ist modern, flüssig und brillant. Wie kein anderer ist der ausgezeichnete Übersetzer von Umberto Eco und Italo Calvino dafür geeignet. Ergänzt wird das Buch durch ein kurzes Nachwort über seine Entstehung und sehr gute und umfangreiche Anmerkungen des Übersetzers.
Leider lässt sich auch ein so hervorragender und erfahrener Spracharbeiter wie Kroeber von der schrecklichen Mode, dem Gebrauch des Adverbs "sozusagen", das seit ein paar Jahren bei Politikern und Journalisten in jedem zweiten Satz verwendet wird, anstecken. Bei der nächsten Auflage bitte "sozusagen" drei dutzendmal ersatzlos streichen.

(© 2004 Hartmut Faustmann für all-around-new-books.de)

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Rund um´s Buch

S e r v i c e

Außerdem erschienen als ...

Gebundene Ausgabe

Die Originalausgabe erschien ...

erstmals 1827 sowie erneut vom Autor durchgesehen und überarbeitet, 1840 - 42 in Mailand unter dem Titel "I Promessi Sposi. Storia milanese del secolo XVII, scoperta e rifatta da Alessandro Manzoni".

Weitere Bücher von
Alessandro Manzoni

Die Verlobten
(TB, 2003)

Die Schandsäule
(TB, 1990)

Die Nonne von Monza. (TB, 1988)

Zum Autorenportrait

Alessandro Manzoni

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