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Was Kinder gerne lesen
- und Eltern darüber wissen müssen
Der Kinder-Leseratgeber 2004

Autorin: Simone Leinkauf

Taschenbuch, 288 Seiten
erschienen: April 2004
Beust Verlag
ISBN: 3-937715-94-0
Preis: 14,95 €

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Inhalt:
PISA brachte es auf den Punkt: Deutsche Kinder lesen zu wenig! Simone Leinkauf zeigt, wie diesem Defizit begegnet werden kann.
In diesem Buch verzichtet sie ganz bewusst auf einen Kanon der Kinderliteratur, die »das Kind« gelesen haben muss. Ihr geht es nicht ums »Lesen müssen« oder um »Bildung«, sondern um das pure Vergnügen an Geschichten und Literatur.
Und wenn Kinder erst einmal den Spaß am Lesen entdeckt haben, ist er ihnen kaum wieder auszutreiben – auch nicht durch das neueste Computerspiel.

Welche Art von Büchern werden vorgestellt?
Spannende und erfolgreiche Bücher aus allen Genres der Kinder- und Jugendliteratur für alle Altersgruppen:
Bilderbücher, Sachbücher, Krimis, Abenteuer-, historische und Gegenwartsromane, Geschichten aus magischen Welten, Religiöses ... Und das alles topaktuell einschließlich der Neuerscheinungen des Frühjahrs 2004!
Das Besondere an diesem Titel ist zudem, dass er nicht ausschließlich an Eltern gerichtet ist, sondern auch für Lehrer, Erzieher, Biblothekare und Buchhändler als Arbeitsmittel oder Orientierungshilfe gelten kann. Hier findet jeder das Richtige, Tipps und Anregungen. Und Großeltern, Tanten und Onkel auf Geschenksuche erfahren endlich, was zur Zeit »in« ist!

Die Autorin:
Dr. Simone Leinkauf hat in Freiburg, Berlin und Wien Germanistik, Ethnologie, Geschichte, Philosophie und Volkswirtschaftslehre studiert. Sie hat einen Magister in Germanistik, Ethnologie und Geschichte, ist diplomierte Volkswirtin und Doktor der Gemanistik.
Sie arbeitet heute als Journalsitin u. a. für Die Woche, Frankfurter Rundschau, Tagesspiegel, Stuttgarter Zeitung, Capital und Buchmarkt. Sie schreibt auch Beiträge fürs Fernsehen und war Lehrbeauftagte an der Berliner FHTW.
Simone Leinkauf ist verheiratet und hat vier Kinder im Alter von 13, 9, 6 und 1 Jahr/en.

(© 2004 Beust Verlag)


Buchbesprechung - Rezension:
Im vorigen Jahr entdeckte ich bei den Neuerscheinungen den Titel Leseratten, Bücherwurm & Co. Ich bestellte ihn sofort und war hellauf begeistert. Der Beust-Verlag hat dieses Buch nun überarbeitet und unter einem neuen Titel wieder herausgebracht: Was Kinder gerne lesen – und Eltern darüber wissen müssen trifft den Inhalt sehr gut.

Die Autorin hat einige Buchvorschläge ausgetauscht, es kam noch ein neues Kapitel hinzu und der einzige wirkliche Mangel wurde behoben: es gibt nun ein Autoren- und ein Titelverzeichnis.

Das neu hinzu gekommene Kapitel nennt sich „Grenzgänger – Bücher ohne Altersbeschränkung“ und ist noch einmal in einige Themenbereiche unterteilt. Hier findet der Leser Titel, die oftmals auch in den Belletristikabteilungen der Buchhandlungen und nicht nur in der Jugendbuchabteilung stehen. Wie schon bei meiner ersten Lektüre hätte ich zu gerne sofort zu einigen der vorgestellten Titel gegriffen.

Lesen! Für viele Kinder und Jugendliche leider kein Zauberwort, das Faszination weckt, sondern eher der Auslöser für den Drang wegzulaufen. Vor allem mit guten Buchtipps, aber auch durch qualifizierte Ausführungen gibt Simone Leinkauf Hilfen auf dem Weg, Kindern die Freude am Lesen zu vermitteln.
Sie möchte Eltern, die vor der Frage stehen, welches Buch sie ihren Kindern geben sollen, eine Hilfestellung bieten und tut dies auch. Die getroffene Titelauswahl ist, wie sie selber sagt, subjektiv und nicht nur an der Frage der Qualität, sondern auch daran orientiert, inwieweit die jungen Leser den Titel schätzen werden. Mit Ausnahme der Klassiker handelt es sich ausschließlich um Neuerscheinungen der letzten fünf Jahre, wobei die meisten Titel sogar aus den letzten zwei Jahren stammen.

Schon das Inhaltsverzeichnis zeigt, dass dieses Buch von jemandem geschrieben wurde, der sich mit Kinder- und Jugendliteratur auskennt. Gut aufgebaut werden alle Bereiche der Literatur dieses Genres behandelt und zusätzlich gibt es noch Informationen zu den Medien Zeitschriften und Internet für Kinder- und Jugendliche, denn auch dort gibt es viel zu lesen.

Nachvollziehbar erläutert die Autorin die Entscheidungen bezüglich Aufbau und Inhalt des Buches. So sehr sie gute und anspruchsvolle Literatur schätzt, ist sie doch Realistin genug zu berücksichtigen, dass Bücher oder Zeitschriften, die zwar literarisch als weniger wertvoll gelten, gerade für leseunwillige Kinder ein Einstieg sein können. Ziel muss es sein, diesen Kindern und Jugendlichen erst einmal zu zeigen, dass Texte etwas Wundervolles und Faszinierendes sein können.

Die Einführung zur Leseförderung hat zwar nur einen Umfang von dreißig Seiten, fasst aber für den Laien, also auch für Eltern, verständlich die wichtigsten Argumente und Hinweise zu diesem Thema zusammen. Danach weiß der Leser, welche Möglichkeiten es gibt, Kinder und Jugendliche zum Lesen zu animieren und die Begeisterung fürs Buch zu wecken.
Nach diesem Vorwort erwartet man nur noch eine Vorstellung der ausgewählten Titel, doch darauf beschränkt sich die Autorin nicht. Wieder führt sie bei den einzelnen Genres wichtige Aspekte zu diesem Teilgebiet und ihrer Titelwahl aus. So werden das ganze Buch hindurch wichtige Informationen zum Leseverhalten gegeben, bei deren Berücksichtigung die Leselust geweckt werden kann.

Die Rezensionen selbst sind sehr unterschiedlich gehalten. Die meisten sind ausführlich genug, um sich das Buch gut vorstellen zu können, einige so knapp, dass kaum mehr als der Titel und das Thema bekannt werden. Die meisten jedoch sind sehr aussagekräftig und wecken die Lust, das vorgestellte Buch sofort in die Hand zu nehmen. Mir zumindest ging es in zwanzig Fällen so, wobei ich eine Vielzahl der vorgestellten Titel bereits kenne. Dazu kommen noch Lesetipps am Ende jedes Kapitels, in dem nur die bibliografischen Daten aufgeführt sind.

Sehr lobenswert ist die Auswahl der vorgestellten Titel. Sie zeigt, dass die Autorin sich wirklich mit dem Thema auseinander gesetzt hat, denn es sind Bücher von verschiedenen großen und kleinen, bekannten und unbekannten Verlagen und Autoren. Zudem sind die meisten von ihnen von den Verlagen nicht besonders beworben worden. Simone Leinkauf hat sich durch das Angebot der letzten Jahre gearbeitet und eine gute und umfangreiche Auswahl vorgestellt.
Obwohl diese relativ neutral ist, liegt doch ein Schwerpunkt bei Titeln, die in ihrer Themenwahl und vor allem der Sprache modern sind, damit auch eher dem Stil der heutigen Jugend entsprechen, für die sie ja ausgewählt wurden. Es finden sich viele Titel, mit denen bekannte Autoren für Erwachsene ihren ersten Jugendroman geschrieben haben, z. B. von Isabel Allende.

Ebenso gut sind die beiden Kapitel zu Kinderzeitschriften und zu interessanten Angeboten im Internet. Den Abschluss bilden eine Literaturliste mit weiterführenden Büchern für Eltern und einer Adressliste mit Gesellschaften, deren Ziel die Leseförderung ist.

Neben dem hervorragenden Inhalt zeichnet sich das Buch auch durch ein gutes Layout aus. Jedes der elf Themenkapitel wird mit einem stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Foto eingeleitet. Einer kurzen Einführung folgen die durch klare Überschriften gekennzeichneten Unterkapitel. Die einzelnen Buchvorstellungen sind deutlich durch Absätze voneinander getrennt und die bibliografischen Angaben am Ende einer jeden Rezension sind durch Kursivschrift und ein kleines Buchemblem hervorgehoben.
Auch die Sprache ist einfach gehalten, so dass pädagogisch nicht vorgebildete Leser das Buch problemlos verstehen.

Zusammenfassend lässt sich dieses Buch allen Eltern empfehlen, die ihre Kinder ans Lesen heranführen möchten und/oder Literaturempfehlungen für ihren Nachwuchs suchen. Aber auch Erzieher, ob Kindergärtnerinnen oder Lehrer/innen, finden hier viele Hinweise und Tipps. Nicht zuletzt können auch Jugendliche das Buch zur Hand nehmen, um sich selbst zu orientieren.

(© 2004 Stefanie Brink)

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(HC, 2003)

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(Tb, 1999)
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